Wege in Selbstliebe/eine Entdeckungsreise

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Magst du dich, mit Angstschweiß und Tränen im Gesicht? Liebst du dich, obwohl Symptome dein Leben gerade auf den Kopf stellen? Magst du deinen Körper, wenn Falten oder Narben mit Speckröllchen auf ihm zusammen abhängen?

Selbstliebe, dieser Allrounder lässt dich Enttäuschung, Selbstzweifel und Symptome akzeptieren. Vermeintliche Schwächen werden zu Stärken. Deine Ecken und Kanten sind Effekten, die dein persönliches Profil abrunden. Ich bin okay, so wie ich bin. Aber viele andere Menschen finden sich auch okay und das bereitet mir wirklich Kopfzerbrechen.

Selbstliebe: der heilige Gral der Persönlichkeitsentwicklung?

Aktuell tummeln sich 2,971,681 Beiträge unter #Selbstliebe bei Instagram. Vielschichtige, bunte und verheißungsvolle Posts, die mit süßen Versprechungen zwischen Minderwertigkeitsgefühlen, Veränderungswünschen und Optimierungswahn durch die mediale Landschaft ziehen. Viele davon sind auf der Suche nach potentiellen Kunden, Followern oder Community.

Ein Turbo Booster für Erfolg, die Basis für Glück und ein Schlüssel für deine Gesundheit

Das klingt fast zu verlockend, um wahr zu sein. Ich surfte eine Zeit mit, bis ich vom Trittbrett fiel. Denn die Auffassung einiger selbsternannter psycho-spiritueller Coaches brachte mich aus dem Gleichgewicht. Du ziehst energetisch an, was du energetisch aussendest.

Ist energetische Ausrichtung verantwortlich für Schmerzen? Betrug? Verlust? Angst? Armut? Krankheit? Gewalt?

Im Feuer der Selbstabwertung

Dieser monoperspektivische Ansatz perforierte eine gewisse Zeit mein Gemüt. Er hinterließ Gallensäfte und Tränen. Denn ich humpelte morgens mit rheumatoider Arthritis ins Bad, tanzte nach frühkindlichen Gewalterfahrungen nicht mit meinen seelischen Wunden zum Frühstückstisch. Dort vergaß ich auch, mein Brötchen mit einer Extra Portion Dankbarkeit zu belegen. Stattdessen schmierten mir psycho-spirituelle Coaches schlechtes Gewissen fingerdick wie Nutella auf mein Brötchen. Das machte mir das Schlucken ihrer Botschaft nicht schmackhafter und meine fehlende Selbstliebe auf einmal zu einem noch größerem Problem.

Ich bin nicht okay, ich bin nicht liebenswert, ich bin nicht genug.

Ich fand die Selbstliebe weder in Cremedosen, noch im Gespräch mit Menschen, nicht zwischen den Erdbeeren und der Sommerfigur und auch nicht in einseitigen spirituellen Betrachtungsweisen.

Durch frühkindliche Traumatisierung, emotionale Vernachlässigung und Gewalterfahrungen brennen sich Selbstabwertung, Selbstablehnung in unser neuronales System, dadurch fehlen die Wurzeln der Selbstliebe. Das hat wenig mit energetischer Ausrichtung zu schaffen. Der Verstand kratzt wie eine aufgehängte Nadel auf einer Langspielplatte immer wieder in die selbe neuronale Rille. Selbstliebe zu praktizieren stellte so anfänglich den Versuch da, einem Hund das Miauen beizubringen.

Zwischen Frust und bedingungsloser Annahme

Erst der Weg in den Dschungel meiner Kindheitserinnerungen ermöglichte mir eine Neuausrichtung. Um das Dickicht von alte Glaubenssätzen zu durchdringen, brauchte ich Kraft, Ausdauer und eine gute Machete. Zeitweise schwang ich mich dabei von einer Angstattacke in die Nächste. Ich stolperte über meine eigenen Fehlannahmen wie einige Leute über ihre eigenen Füße. Ich sammelte auf dieser Reise neue Erfahrungen, die ich mit neuen Glaubenssätze verknüpfte. Die Kunst bestand darin, mich nicht von den alten Erfahrungen leiten zu lassen. Das bedeutete auch gegen die Angst und alte Annahmen zu agieren. Selbstliebe fungierte nach und nach zu meinem Katalysator bei der Heilung von meinen Traumafolgestörungen.

Inzwischen bellt meine Katze, ich starte mit Dankbarkeit in meinen Tag und blogge über meine Wunden wie Wunder.

Vergleiche lassen

Vielleicht findest du deine Figur zu dick? Den Arbeitskollege erfolgreicher? Die Freundin gesünder? Vergleiche verleiten uns oft dazu, uns minderwertiger, nicht richtig oder okay zu fühlen.

I’ll never be a Husky

Ich vergleiche meine Hündin nicht mit einem Husky. Sie sich auch nicht. Sie denkt nicht, warum bin ich nur eine Bulldogge und nicht ausdauernd wie ein Husky? Ich liebe sie einfach, ihre Art zu leben, ihren Geruch und ihr Wesen. Ich habe aufgehört, mich mit anderen Menschen zu vergleichen.

Denn Vergleiche und negative Bewertung tragen oft dazu bei, dass du dich minderwertig fühlst.

Dadurch kann zusätzlich der Wunsch entstehen, dich verbessern zu wollen. Vielleicht unterdrückst du psychische Symptome, um diese zu kaschieren, um zu gefallen oder zu funktionieren.

Selbstliebe anstatt Selbstoptimierung

Laut der Society of Plastic Surgery (ISAPS) erfolgten deutschlandweit 476.950 Schönheitsoperationen im Jahre 2021. Die Zahl hat sich in 10 Jahren verdoppelt, dabei gehört die Bundesrepublik zu den Ländern mit den meisten Operationen im ästhetisch-plastischen Bereich weltweit.

Zwischen gönne dir eine neue Nase, ich denke mir die Welt wie sie mir gefällt und der Aussöhnung mit der Vergangenheit existiert eine bunte Grauzone für Wege, Möglichkeiten und Annahmen der Selbstliebe.

13 mögliche Anzeichen fehlender Selbstliebe

  1. du planst Bewegung, verbringst weiterhin zu viel Zeit auf der Couch
  2. dein Partner hat dich wieder einmal verletzt und du entschuldigst ihn
  3. du nimmst den Anruf eines Freundes an, obwohl er dich gleich als emotionalen Mülleimer benutzen wird
  4. du gehst zur Arbeit, trotz Fieber, weil sonst keiner deine Schicht übernehmen kann
  5. du versagst dir Pausen, weil du dein Pensum schaffen willst
  6. du ziehst ein Lächeln über deine Depression
  7. du verheimlichst Erkrankungen, aus Angst vor Benachteiligung, andere zu belasten oder aus Scham
  8. anstatt aktiver Entspannungstechniken, greifst du zu Alkohol oder Essen
  9. du redest kritisch und fordernd mit dir
  10. du glaubst, du musst dir Liebe verdienen
  11. du entschuldigst ständig das Fehlverhalten anderer Menschen
  12. du bist abhängig, Coabhängig von Menschen, Anerkennung, Arbeit, Suchtmitteln, Social Media,…
  13. Komplimente und Lob lösen Abwehr n dir aus

Neue Glaubenssätze pflanzen

Selbstliebe zu entdecken, vergleiche ich gerne mit der Bepflanzung eines Garten. Mein Garten glich nach den Folgen der Traumatisierungen lange einer Wüste. Ich fand diese Wüste nicht schön. Ich hatte Probleme, mich um sie zu kümmern. Der viele Dreck und Schmutz von anderen Menschen schreckte mich ab. Doch um in einer Wüste etwas anzulegen, braucht es viel Zuwendung, Wissen und Dünger. Selbstabwertung und negative Glaubenssätze füllen den Garten nur weiter mit Sand. Stoppe bewusst die weitere Ausbreitung alter Glaubensätze und beginne neue Glaubenssätze zu säen.

Dazu braucht es deine Entscheidung und einen guten Spaten

Wachsen, säen, ernten

Grenzen, Zäune, Brücken

Die Fortführung deiner eigenen negativen Gedanken fügt dir weitere Verletzungen zu. Das ist so als ob du erst etwas einpflanzt, um es Stunden später mit dem Spaten wieder auszugraben. Beginne mit eigener wertschätzender und liebevoller innerer Kommunikation. Sie schütze die neuen Keimlinge. Alte Annahmen verhalten sich wie Giersch. Es wird seine Zeit dauern, bis Giersch nicht mehr nachwächst. In der Natur baust du einen Zaun, damit Wildtiere deinen Garten nicht verwüsten. Auch Menschen werden weiter durch deinen Garten trampeln, sie kennen deine Grenzen noch nicht. Mache sie deutlich.

Bist du bereit für deinen eigenen Garten mt neuen Grenzen?

Du bist dein Gärtner*in in deinem Leben. Auf meinen Wegen in Selbstliebe war es gerade die Hinwendung an meine persönliche Wüste, die meinen Garten zum Blühen gebracht hat. Mein wachsendes Verständnis half dabei, herauszufinden, was meine Wunden heilt und nicht hält.

SelbstLEBEN anstatt Selbstaufgabe

Diese Verantwortung jetzt zu übernehmen, um auch aus eigenen Fehlern zu lernen, sondern sie nicht zu widerholen und weiterzugeben. Nicht an die Kinder, noch an die Alten, den Kolleg*in. Selbstliebe ist ein Möglichkeit, um Kommunikation, Beziehungen und Verbindungen liebevoll und respektvoll zu gestalten. Damit jeder Mensch, von Geburt an, liebevoll und respektvoll in seinem persönlichen Garten wachsen kann.

Mutig säen

  • Was gehört wirklich noch in dein Leben?
  • Wer bereichert deinen Garten?
  • Welches Wissen fehlt dir, für die Bepflanzung, Kultivierung und Pflege?
  • Pflanzt du in einen Gemüsegarten Bäume?
  • Welche alten Strukturen lassen kein Wachstum zu?
  • Wer und welche Gedanken verwüsten ( außer dir selber ) deinen Garten?
  • Wie sprichst du mit dir?
  • Welche Gedanken begleiten dich durch deinen Alltag?

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