Wie Routine mir mit meinem Trauma half/10 Tipps für mehr Leben anstatt Überleben

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Gleicht dein Leben einer Achterbahnfahrt, einer Sackgasse oder eher einer Berg und Talfahrt? Dein Zeitfenster kneift dich genau wie deine zu eng gewordene Lieblingshose? Abends greifst du automatisiert in die Chipstüte? Du träumst von einem Menschen, der dich samt deiner 10 Kilogramm Übergewicht zum Schweben bringt? Dein Partner*in oder dein Chef*in zerren gerade an deinen Nerven, wie dein Hund an der Leine? Du fühlst dich morgens wie eine ausgepresste Zitrone? Körper, Seele und Geist scheinen immun gegen Antioxidantien, Yoga Asanas und Meditation? Ein Rest ist dringend angeraten. Dein schlechtes Gewissen mahnt dich, doch du brennst weiter aus.

Wir kennen beinahe alle Situationen, die uns unzufrieden machen. Wir stecken manchmal in Lebensentwürfe, die nicht unsere sind. Ängste, Blockaden, Krisen, Zweifel, innere Glaubenssätze und prägende Kindheitserfahrungen von einem Leben in Zufriedenheit und Balance trennen. Warum fällt es so schwer, Gewohnheiten abzulegen und neue Routinen zu etablieren? Denn genau diese anderen Gewohnheiten sind es doch, die uns in innere Zufriedenheit, Reichtum und Stabilität führen könnten?

Weil es schwer ist!

Aus Routine vertraute ich anderen Meinungen

Du bist nur eine Entscheidung von deinem neuen Leben entfernt. Noch vor Jahren hätte mich diese eine Entscheidung fast woanders hingeführt. Ich litt an den Folgen von Traumata und stand auf der Hochbrücke.

Mein damaliges Leben glich einer emotionalen, sozialen, finanziellen Achterbahnfahrt, mit wenig Aussicht auf Veränderung. Meine Prognosen waren schlecht und entmutigend: Unheilbar, fortschreitend und nicht therapierbar.

Warum sollte dich also mein Blog interessieren?

Weil ich heute Brücken baue, anstatt auf Ihnen zu stehen.

Kennst du das?

  • Limitiert dich deine Vergangenheit?
  • Glaubenssätze, Symptomen, Zweifel, Minderwertigkeitsgefühlen und Ängsten bestimmen deine Gefühle, deine Entscheidungen?
  • Leidest du unter Flash Backs?
  • Hält dich deine emotionale Krise fest?
  • Fühlst dich gefangen in dir?
  • Begleiten dich Ängste durch dein Erleben, bei der Arbeit oder in Beziehungen?
  • Bist du oft erschöpft, müde oder überfordert?
  • Fehlt dir Zutrauen in neue Hobbies, Projekte oder ein neuen Lebensabschnitt?

Zu identifizieren, was dich in deine aktuelle Situation gebracht hat oder hält, ist ein kleiner Schritt in mögliche neue Denk und Lebenswelten. Wenn du traumatisiert wurdest, liegt die Schuld selbstverständlich bei den Täter+innen. Doch aus den Folgen von Traumatisierungen erwuchsen bei mir ungesunde Verhaltensmuster, Symptome und Routinen. Diese in Eigenverantwortung wieder zu entmachten, gab mir meine eigene innere Freiheit zurück. Dieser Prozess dauert, du kannst aber im Alltag beginnen, deine Routinen zu überprüfen und durch förderlichere zu ersetzten.

10 Anregungen

  1. Traumafolgestörungen sind behandelbar
  2. Meditation (Gedanken lernen zu betrachten und zu lenken)
  3. Wissen und Lernen (z.B. Lektüre zur Gehirnforschung, der Persönlichkeitsentwicklung, finanzieller Bildung, etc.)
  4. Wecker stellen ( eine effektive Maßnahme, um den Tag strukturiert zu beginnen /Routinen aufbauen)
  5. Status Quo Bestimmung ( Wo stehst du? Gesundheitlich, finanziell, beruflich, persönlich, emotional? Deine Krise zeigt dir auf, was Du ändern könntest, ein Kompass für deinen Herzensweg )
  6. Komfortzone verlasen, um Veränderungserfahrungen zu kreieren (überwinde dich “ Neues“ auszuprobieren, entdecke den Abenteuer*in in dir)
  7. konkrete Ziele können dabei helfen, ein Verhalten langfristig zu etablieren ( z.B. täglich achtsam eine halbe Stunde spazieren gehen, um dich bewusst von deinen Problemen zu distanzieren)
  8. Hilfe (Begleitung, Coaching, Gruppen, Therapie, Gleichgesinnte, Vereine, etc.)
  9. Belohne dich für deine Etappen auf deinem Weg
  10. Weitermachen (auch/gerade, wenn es schwierig ist und wird),

Disziplin ist die Nahrung für neue Gewohnheiten. Das ist die eher realistische, ernüchternde Nachricht. Neues Verhalten braucht Übung, Kraft und Durchhaltevermögen. Es ist auch anstrengend. Am Anfang steht tatsächlich eine Entscheidung und die Akzeptanz vom Status Quo. Auch wenn ich dies hier sehr sachlich umschreibe, war es einer der schwierigsten Prozesse vor der Veränderung. Es kann hilfreich sein, dir bei der Aufarbeitung von Kindheitserfahrungen Unterstützung zu suchen.

Deine positiven Lebensveränderungen werden der Lohn und das Geschenk für deine Anstrengungen sein.

Routinen verändern wollen

Ich MUSS mich verändern- Ich WILL mich verändern- Ich DARF mich verändern!

Lasse diesen Satz gerne auf dich wirken. Wichtig war für mich herauszufinden, warum ich etwas anderes will. Warum möchte ich abnehmen? Warum möchte ich Stress reduzieren? Warum möchte ich mich gesünder fühlen?

Routinen geben auch Struktur. Sie erleichtern deinen Alltag. Du musst nicht jeden Morgen die Kaffeemaschine suchen, Fahrrad fahren nicht neu erlernen oder darüber nachdenken, wo das Gaspedal im Auto ist. Ist dein Leben jedoch nur ein einziger Routineakt und Du steckst im Hamsterrad deines Lebens und Leidens, verpasst du auch Leben. Leben mit den Folgen von Traumatisierungen war trotz aller Schwere auch ein routiniertes Leben. Ich bin morgens nicht gut hochgekommen, ich vermied immer mehr Aktivitäten, meine Gefühle bestimmten meinen Alltag.

Indem du bewusst routinierte Abläufe im Alltag unterbrichst, machst du schon erste Schritte, um achtsamer mit dir zu leben.

Diese Unterbrechungen schaffen neue Impulse. Sie werden dich auch dabei unterstützen, belastende Gedankenschleifen zu stoppen. Du verlässt kurz dein Muster. Deine Seele, dein Geist, dein Körper danken mit mehr Vitalität und Esprit.

12 Impulse Routinen zu unterbrechen

  1. Halte auf dem Weg zur Arbeit an, nimm dir 5 Minuten für dich (höre z. B. deinen Lieblingssong, schreibe dir einen inneren Liebesbrief, gehe gedanklich reisen, etc. )
  2. Lasse den Anzug hängen und trage heute Kleid
  3. laufe einmal wieder barfuß
  4. Esse mit den Fingern, klar auch Suppe, gerade Suppe!!!
  5. Lade deinen Nachbarn spontan auf einen gemeinsamen Kaffee ein
  6. Kaufe ein anderes Müsli
  7. Halte nach der Arbeit an einem See an und gehe nackt baden, habe ich gestern erst gemacht
  8. Esse Löwenzahn
  9. Probiere ein neues Duschgel
  10. Schaue deinem Partner, Freund genauso liebevoll in die Augen, wie deinem Vierbeiner
  11. Lächele einem Passanten zu
  12. Rette einen Käfer

Veränderungen dürfen Freude bereiten. Ist die Zeit reif, deinen Tuschkasten auszupacken, Musik zu malen und mit Worten zu tanzen?

Go- Sing- Spread

Notiere dir deine alltäglichen Ablauf. Schaue dir deine Routine genau an. Ersetze eine Angewohnheit durch eine Neue. Willst du schon länger Gewicht verlieren? Dann fahre mit dem Rad zur Arbeit. Du könntest dreimal die Woche für einen Monat das Rad nehmen ( wichtig dabei! lege dich auf die Tage fest ( Montag, Mittwoch und Donnerstag ). Lege dir dazu gerne ein kleines Tagebuch an, zum Reflektieren, Festhalten und Experimentieren).

Challenge für dich

  1. Was hat sich verändert? (Schaue nach emotionalen, gesundheitlichen, finanziellen Aspekten)
  2. Welche emotionalen Veränderungen gab es? (Stress, Freude und Frust)?
  3. Wie haben andere reagiert ( haben sie dich motiviert, gebremst, bewundert?)
  4. Gab es Schwierigkeiten, Blockaden?
  5. Welche Gedanken und Glaubensätze haben dich begleitet oder gehindert, gefördert oder auch boykottiert?

Veränderungen beginnen im Kleinen. Mit dieser Challenge kannst du aktiv ausprobieren und nachvollziehen, wie sich nur eine Änderung deiner Gewohnheit positiv auf viele Aspekte deines Lebens ausbreitet. Und das funktioniert auch mit Symptomen oder „Krankheiten“. Finde für dich dein Tempo und deine „Ziele“.

So war es bei mir. Ich begann in meiner Krise nach und nach ungesunde Routinen zu unterbrechen. Ich entschied mich für gesündere Routinen. Mitten im Leben begann ein lohnender und inspirierender Prozess von Wachstum, Reichtum und Heilung.

Daher auch mein Lebens-Motto für alle Menschen, die Mitten im Leben erneut starten wollen.

Mittendrin, statt nur dabei

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